Hungerleider an früheren Standorten der Majors – CMOs in Pharma- und Kosmetik

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Zum dritten Mal schon in den letzten drei Jahren arbeiten wir für eine CMO. CMO? Davor wusste ich auch nicht, dass es um Contract Manufacturing Organisations geht, vulgo Lohnfertiger. Beim ersten und dritten Fall ging es um Kosmetik, beim mittleren und längsten Projekt um Pharma. Lohnfertiger gibt es in allen Branchen, auch bei Automotive. Aber im Maschinenbau haben solche Sublieferanten Westeu- ropa oft längst verlassen. Unsere drei CMOs sind alle (noch) in Deutschland. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen geht es meist um frühere Eigenbetriebe der namhaften Hersteller. Zum andern ist Nähe zum OEM aus vielen Gründen weiterhin wichtig: F+E-Nähe, Qualitätssicherung, anspruchsvolle Verfahren, aber auch Logistik und Marketing.

Doch eben diese Nähe macht den Kontrast zwischen Haves und Have Nots weit deutlicher als bei Lohnfertigern mit Sitz in Ungarn oder Asien. Bei Kosmetik und Pharma verdienen die OEMs meist ordentlich. Damit hat man auf der einen Seite globale Namen, rentable Firmen und gutbezahlte Belegschaften, auf der anderen Seite unbekannte kleinere Werke, die um jeden Cent kämpfen und nicht immer Tarif zahlen. Wie im Gleichnis von Maria und Martha (Lukas 10, 38-42) haben die Majors „den besseren Teil erwählt“. Sie besitzen kostbare Brands und wertvolle Patente, die CMOs sind austauschbar und harter Konkurrenz ausgesetzt. Großhersteller und CMOs spielen in sehr verschiedenen Ligen.

ZMM arbeitet natürlich für alle Beteiligten gern und mit gleicher Leidenschaft.

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