100k für besseres Arbeiten und Kommunizieren

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Vor- und nachlaufende Aufwände ehrlich mitgerechnet steckten wir gerade rund hunderttausend Euro in unsere EDV. Den Abschied von der noch zu XP-Zeiten aufgebauten IT-Landschaft hatten wir längstmöglich herausgezögert. Mit Vista liebäugelten wir nicht einmal, den Schritt zu Windows 7 und Office 2010 machten wir erst Ende 2013, um einen besseren Einstieg in Windows 8 und Office 2013 zu bekommen.

Am härtesten treffen DV-Wechsel gerade diejenigen, die sich in die vorherige Software am tiefsten hereingewühlt hatten. Mit dem Büropaket von Windows XP war ich seit Jahren mehr als zufrieden. Wie ich befürchtet hatte, bedeutet die neue, gewiss anfängerfreundlichere Menüstruktur für erfahrene User von A nach B stets mindestens einen Klick mehr als bisher. Als wenn man bei einem Mittelständler mit einem zweiköpfigen Vorstand und zwölf Abteilungsleitern plötzlich noch vier Bereichsleiter als Zwischenebene einzöge! Die Strecke vom Plan zur Umsetzung wird dadurch nicht kürzer. Natürlich gibt es viele gute neue Funktionen, aber dafür beginnt ein heiteres Button-Suchen für die meisten alten Funktionen.

Aber was tut man nicht alles, damit die Powerpoints eleganter koloriert und die eMails noch schöner formatiert zum Kunden gelangen. Außerdem gibt es jetzt überall neue Sicherheitsbarrieren. Man ist zwar nicht sicher, ob sie die NSA abhalten, aber uns selbst stehen sie fraglos häufig im Weg. Aber insgesamt ist es eine sehr ausgereiftes Produkt aus Seattle mit vielen neuen kleinen Features. Mit der Zeit wird man es nicht mehr missen wollen.

PS: Letzte Woche in Bonn, zwei Stunden in Kohls Museum der BRD-Geschichte. Museumspädagogisch ein bisschen 80er-Jahre – ansonsten aber großartig. Von Strickjackennostalgie nichts zu spüren. Beginnt mit schrecklichen Rückblicken und endet mit lauter Happyends. Schön auch die vielen kurzen Filmzitate, ob mit dem weinenden Fritz Wepper in der Brücke oder dem jubelnden Fritz Walter beim Berner Fußballsieg 1954. Oh möge sich doch unsere Elftal diesen Streifen vor dem Brasilienspiel noch mal reinziehen!

PPS: Eine tüchtige Frau von 1,63 ist zu klein, um Lufthansa-Pilotin zu sein. Jetzt darf sie wohl bei der Swiss weiterlernen. Bei der nächsten Airbus-Bestellung muss die Kranich-Linie ihr Gender-Mainstreaming streamlinen, spätestens.

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