Floaten für die Marktwirtschaft

Skizze:floatzero GmbH/ Quelle: www.float.de/was-ist-floaten.html

Gestern im float Altstadt, einen Geburtstagsgutschein „abarbeitend“. Nach den Instruktionen der freundlichen Center-Chefin steht man allein in einem eleganten Badezimmer, mit einer riesigen weißen Badewanne. Durch den ebenfalls riesigen, zuklappbaren Deckel wirkt sie etwas sargartig. Und ja, am Anfang ist es beklemmend. Man legt sich in die etwa 30cm hohe Salzlake, sinkt aber nur mit etwa vier Fünfteln des Körpers ein. Dann drücke ich auf den Startknopf. Langsam schließt sich der Deckel. Die Centerleiterin löscht von ihrer Fernwarte das Licht im Zimmer. Nur im Innern der Wanne glimmen zwei Notlämpchen. Wie Ulysses musste man sich die Ohren mit Wachs verschließen, aber gerade leise Meditationsmusik tut gut. Uterus. Unterwelt. U-Boot. Solche Assoziationen halt. Ertrinken kann man bei dem flachen Wasser nicht, es gibt einen Notknopf, man könnte das Ganze jederzeit beenden und aus der seifigen Lauge herausklettern. Trotzdem wünscht man sich zunächst einmal, dass es bald vorbei ist. Doch dann beginnen auch die Gedanken zu floaten, in vielerlei Richtungen. Darunter auch dieser: Für Unternehmer ist das eine gute Übung. Man muss sich dem Markt anvertrauen wie einem Schwimmbecken. Dort ist das Wasser nur tiefer als 30 cm. Es kommt vor, dass Firmen versinken. Aber es ist wie beim Floaten: Je länger man sich darauf einlässt, um so besser wird es. Es entsteht ein Gefühl von wirklicher Freiheit. Danke, liebe Marktwirtschaft. Danke, liebes Float-Center. Danke, lieber Float-Spender!

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