Tipps für Einsteiger (1)
Well the first steps are the hardest steps
Angestellte Führungskraft sucht Job als Interim-Unternehmer

Foto: kristian sekulic/Quelle: iStockphoto

Foto: kristian sekulic/Quelle: iStockphoto

Aller Anfang ist schwer, da hat Country-Sänger Lionel Cartwright recht. Jahrelang über Unternehmertum geredet, nun selbst einer werden. Wo anfangen? Wen ansprechen? Wie Projekte bekommen? Viele stoßen bei ihrer Neuorientierung auf uns Provider, liegt ja nahe. Systematisch, wie deutsche Manager sind, recherchieren sie uns und planen dann ihre Besuche nach dem Motto des säenden oder düngenden Landwirts: „Viel hilft viel“. Je mehr Pools, umso mehr Projekte?

Aber ist das wirklich der beste Weg? In 80 Prozent der Fälle bekommt ein Interim-Debütant sein (ihr) erstes Projekt nicht vom Provider. Er (sie) bekommt es von Leuten, die ihn (sie) schon viel länger und besser kennen und ihm (ihr) auch helfen wollen. Ergiebigste Jobs-Quelle ist und bleibt das Netzwerk aus Schul- und Studienfreunden oder früheren Kollegen. Hier liegt zunächst kein Unterschied zwischen Festjobs und Interim-Projekten. Die meisten Jobs in meinem Leben, aber auch meiner 20 ersten akquirierten Interim-Projekte, kamen aus dem engeren oder weiteren Freundeskreis.

Der Unterschied liegt woanders. Ein angestellter Manager sucht vielleicht alle fünf bis zehn Jahre nach einem neuen Job. Bei solchen Intervallen kann man die Freunde schon mal einspannen, zumal nach jeder Station neue hinzugekommen sind. Doch ein Interim Manager muss alle fünf bis zehn Monate neue Projekte finden. Auch das ergiebigste und hilfsbereiteste Netzwerk ist da bald erschöpft.

Ergo: Den ersten Job solltest Du Dir als Interim-Neuling schon selbst besorgen. Bei weiteren Projekten wird der Provider immer wichtiger. Sein Job besteht ja nicht zuletzt darin, dass er ein deutliches größeres Netzwerk hat als Du selbst. Und wer sich beim Provider mit einem selbst akquirierten, hoffentlich auch noch erfolgreichen Ersteinsatz präsentiert, hat schon deutlich bessere Karten.

Wer in den Interim Markt einsteigen will, sollte sich zunächst über vielerlei Kanäle informieren. Dazu gehören auch Veranstaltungsangebote von AIMP, DDIM und anderen oder Seminare der AIMP Academy. Es schadet auch nichts, sich bei zwei, drei Providern registrieren zu lassen. Aber das wichtigste in dieser Phase ist die Eigenakquisition. Eine wunderbare Gelegenheit, viele alte Bekanntschaften wieder aufzufrischen. The first step’s always the hardest one to take. It’s a leap of faith. Kitschig, aber wahr.

Kategorien: Allgemein | Tags: , , , , , , , . | Bookmark the permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.