Schwarmaktivitäten lohnen sich –
Momente der Wahrheit im Leben von Interim Professionals und Providern

AIMP

Quelle: AIMP

Weit über 100 Interim Professionals und Provider kamen wieder in der künstlichen Burgruine oberhalb von Johannisberg im Rheingau zusammen, bei herrlichstem Wetter. Unten floss der Rhein, oben der Wein, jedenfalls am Freitagabend. Schon die Wahl der drei neuen Interim Manager des Jahres – Gabriele Schmitz, Hans-Eckhart Hilgenstock und Dr. Stephan Mayer – war Anlass zum Feiern genug.

Highlights gab es auch am Samstag genug, etwa die neue Providerumfrage mit wiederum erfreulichen Erkenntnissen. Der deutsche Interim-Markt ist auf 1,962 Mrd. € gewachsen (2010 noch 1,448), die Zahl der Interim Professionals von 13.000 auf 15.000. Nur noch 25% der Kunden kennen unser Angebot nicht – bei der ersten Umfrage 2006 waren dies noch 43%. Mit der Zahl der Anbieter wachsen Wettbewerbsintensität und Preissensitivität der Kunden. Für die Provider bleibt der Eigenvertrieb fundamental, nur noch ein Zehntel der Projekte kommt über Mittler. Und: Website und Social Media werden immer wichtiger im Vertrieb.

Die HR-Bereiche erleben wir nicht selten als Interim-Skeptiker. Doch zugleich machen sie über 30% der Interim-Einsätze aus. Weiterhin gilt: zwei Drittel unserer Kundenfirmen haben weniger als 1000 Mitarbeiter. Häufigster Ansatz für Interim-Lösungen bleibt weiterhin der undramatischste, nämlich die Überbrückung einer Vakanz (wie schon 2010 in 41% der Fälle).

Unsere externen Referenten Olaf Straesser (burnout akademie) und Urs Beckmann (GEA Heat Exchangers) gaben uns wichtige Tipps für den besseren Umgang mit Burnouts und die schrittweise Erziehung unserer Kunden zur vollen Marktreife.

In meinem eigenen Beitrag (Schwärmen vom Schwarm) plädierte ich für Gemeinschaftssinn und Schwarmgeist – auch und gerade in einem Markt voller Einzelkämpfer. Je größer der Markt und je intensiver der Wettbewerb, umso wichtiger und kostbarer werden die Momente der Wahrheit, in denen wir uns persönlich begegnen. Im Jahresverlauf, aber auch im Ablauf der meisten Projekte, treffen Professionals und Provider meist nur selten zusammen. Doch gerade diese Gelegenheiten gilt es zu nutzen, um das gegenseitige Vertrauen und die Zurufqualität der Zusammenarbeit zu entwickeln. Sie haben eine extreme Hebelwirkung: Gelingen sie, gelingt auch sehr viel mehr. Missraten sie, missrät meist die komplette Zusammenarbeit.

Kategorien: Allgemein | Tags: , , , , , , , . | Bookmark the permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.