Dabei sein ist nicht alles!
Doch wenn Kandidaten sich vorstellen, gehört der Provider an den Tisch

Foto: Andrey Popov/Quelle: iStockphoto

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Lieber Herr W., vielleicht unterschätzen wir das Ausmaß an Vertrauen, das wir unseren Kunden abverlangen. Wenn ein Kunde Bewerber einlädt, legt er Vertrauliches auf den Tisch. Etwa Probleme, die das Unternehmen hat. Oder streng geheime Pläne. Nichts was man Fremden gern erzählt. Wir sollten klarer anerkennen, wie sehr wir es schätzen, dass 99 Prozent unserer Kunden uns an diesen Gesprächen teilnehmen lassen.

Diese Teilnahme ist ein wichtiger Teil unserer Dienstleistung. Sie geschieht letztlich im Interesse von Kunden wie Kandidaten. Beginnen wir mit den Kandidaten: Würden wir diese nur oberflächlich kennen, so könnten wir dem Kunden kaum mehr Sicherheit bieten als eine x-beliebige Internetplattform. Noch so viele nette Gespräche bei ZMM ersetzen aber nicht den Ernstfall Vorstellungsgespräch. Beim Erstgespräch mit einem Provider geht es für einen Kandidaten vorerst nur darum, ob er und wir finden, dass er sich unserem Pool anschließen sollte. Beim Vorstellungsgespräch beim Kunden geht‘s um die Wurst. Um einen Projekteinsatz von mehrerer Monaten, vielleicht sogar um eine Festanstellung. Im ersten Fall nur um Perspektiven, im zweiten um echtes Geld.

Glauben Sie uns, bei solchen Kundenvorstellungen lernen wir die Kandidaten besser kennen als in vielen noch so netten Treffen bei ZMM. Je besser wir einen Kandidaten kennen, desto besser können wir einschätzen, wo seine Stärken liegen. Am besten lernen wir die Kandidaten in echten Einsätzen kennen. Aber den ersten Einsatz bekommt ein Interim-Bewerber nur selten schon nach der ersten Vorstellung, meist erst nach drei oder mehr solcher Gespräche. Von Gespräch zu Gespräch lernen wir ihn besser kennen.

Diese bessere Kandidatenkenntnis kommt voll unseren Kunden zugute. Lebensläufe zu finden ist heute keine Kunst mehr. Lebensläufe und die dahinter stehende Person gut zu kennen: das ist unser Qualitätsversprechen an unsere Kunden. Wenn Kunden uns die Teilnahme an den Vorstellungsgesprächen gestatten, helfen sie auch uns, die Kandidatenkenntnis zu verbessern.

Sie mögen nun einwenden, das mag ja dem nächsten Kunden helfen, wir selbst brauchen den Provider aber nicht am Tisch, um eine gute Entscheidung zu treffen. Bezogen auf ein Gespräch mag das stimmen. Aber wenn der Kandidat Sie nicht überzeugt? Wie sollen wir dann nachempfinden, wo wir Ihre Erwartungen falsch eingeschätzt haben, oder die Anforderungen des Projekts? Beides verstehen wir am besten, wenn wir auch an den Auswahlgesprächen beteiligt sind. Wenn erste Kandidaten nicht überzeugen, haben wir dann wenigsten eine gute Chance, in der nächsten Runde eine bessere Wahl zu treffen. Das gilt auch für Fälle, wo ein Kandidat zunächst überzeugt, aber dann doch noch absagt. Auch das kommt vor. Nach 15 Jahren wissen wir: Je genauer unser Wissen über Kunden und Kandidaten, desto besser werden wir beiden gerecht. Und Vorstellungsgespräche sind – abgesehen von echten Projekterfahrungen – die wichtigste Quelle solchen Wissens.

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