Ambition, Resonanz und Community
Gilt Assigs und Echters neues Karrierebuch auch für Interim Professionals?

Quelle: Campus Verlag

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Gute Bücher verkürzen Zugfahrten. In ihrer Neuerscheinung Ambition geht es Dorothea Assig und Dorothee Echter um die Geheimnisse der Aufsteiger. Dass Ehrgeiz im Kern steht, überrascht nicht, ebenso wenig der Drang, sein Können ständig zu verbessern. Hier zitieren die beiden die 10.000-Stundenregel meines Lieblingsautors Malcolm Gladwell. Nicht geniale Gene, sondern beharrliches Üben macht den Meister. Übrigens eine demokratische Botschaft. Gene kann man nicht ändern, üben kann jeder.

Bei unseren Interim Managern passt das alles. Zur Ambition gehört nicht selten, dass man es den früheren Linienkollegen zeigen möchte. Aber auch die Sehnsucht nach Freiheit. Auf 10.000 Stunden kann ein tüchtiger Interimer schon in vier Jahren kommen. Auch Interim ist ein Lehrberuf.

Spannend die These, dass Stabilisierung der Psyche entscheidend ist. Nicht bloß weil höhere Strecken auch höhere Stressresistenz und Gelassenheit verlangen, das wäre für Coaching-Profis wie Echter und Assig zu trivial. Es ist tückischer. Das heimliche innere Wollen stellt sich dem äußeren Fortkommen in den Weg. Es will Dich im gemütlichen Flachland halten und verführt Dich zum Stolpern auf steileren Pfaden. Eigentore sind die gefährlichsten Karrierestopper. Dennoch eine demokratische Nachricht: Daran kannst Du arbeiten.

Für Interim Manager vielleicht am schwierigsten: Die gute Resonanz in der eigenen Community. Kaum hat sich der Projektnomade Anerkennung und Fans erworben, zieht er schon weiter, in die nächste neue Gemeinde. Muss er immer neu und bei null beginnen? Mühsam. Hier sind wir stolz, dass wir zu den Branchenpionieren gehören, die Plattformen schufen. Auch Interim Manager brauchen Austausch in der Peer Group. Nur so können sie sich mit ihresgleichen messen und vernetzen. Im Kreis der Kollegen und professionellen Provider entsteht mehr Resonanz, als wir selbst für möglich gehalten hätten. Wer’s nicht glaubt: Kommen Sie zum AIMP-Jahresforum 2012 Ende April! Übrigens: Dorothee Echter sprach schon auf zwei AIMP-Treffen: 2006 auf dem Münchner Regional-FIM® und 2010 auf dem AIMP-Jahres-FIM. Beide Male mit Bestbeurteilung der Gäste.

Wenn alles klappt erreichen Sie die Passhöhe und damit den Punkt, wo Sie immer stärker ihre eigene Arena wählen. Sie bekommen genug Anfragen, um nicht jede annehmen zu müssen. Sie senden und empfangen Respekt. Sie haben viel mehr Einfluss auf Ihre Rolle, Ihren Tagessatz und Ihre Mandanten und Mandate, als dies anfangs der Fall war. Plötzlich arbeitet die Zeit für Sie und nicht gegen Sie.

Muss man mit allem einverstanden sein, was Assig und Echter verkünden? Natürlich nicht. Aber Haare in der Suppe suchen und Kleinigkeiten bekritteln? Das wäre nach Ansicht ihrer Karriere-Lehre ganz verkehrt. Eben eines der Eigentore. Wer zur Elite gehört, hat Nörgeln nicht mehr nötig, jedenfalls nicht innerhalb der Peer Group. Dort genießt man das Gute und übergeht kleine Differenzen mit Schweigen.

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