Ganz im Zeichen des Wassers

Foto: aprilfool/Quelle: PHOTOCASE

Seit August 2011 bin ich im ZMM-Boot und übernehme im Rahmen einer Job-Rotation neben der Mitarbeit in den jeweiligen Bereichen viele administrative Aufgaben. Darunter fällt auch die Trinkwasserbestellung. Durch einen Fehler in der E-Mail-Kommunikation zwischen unserem Trinkwasserlieferanten und mir kam es neulich zu einem Engpass beim Trinkflaschenbestand. An diesen Tagen hörte man Sätze wie „Es gibt kein Wasser mehr“ oder „Wann kommt das Wasser?“. Dabei sitzt kein Mitarbeiter mehr als 10 Meter vom nächsten Wasserhahn entfernt. Viele Unternehmen versuchen verstärkt die Umwelt zu schonen, indem sie beispielsweise an Kopierpapier sparen (die Blätter werden beidseitig bedruckt oder ehemalige Unterlagen als Schmierpapier verwendet). Energiesparlampen ersetzen Halogenlampen, Kaffeemaschine und Drucker werden über die Nacht ausgeschaltet, um Strom zu sparen. Doch nur die wenigsten denken an die Wasserkisten, die sich meterhoch in ihren Kämmerchen stapeln (und eine weite Reise hinter sich gebracht haben, um den Durst dieser Büromitarbeiter zu stillen).

Die Amerikaner sind die Spitzenreiter was den Wasserkonsum aus der Plastikflasche angeht. Deutschland liegt auf Platz 7 der Weltrangliste. Allein in Amerika gibt es 700 verschiedene heimische sowie 75 ausländische Brands. Es gibt jedoch vermehrt Bedenken seitens der Verbraucher, dass die Wasserentnahme aus sensiblen Quellen langfristig negative Auswirkungen auf das Ökosystem haben könnte. Zudem verbrauchen die Herstellung bzw. Behandlung des Wassers, die Verpackung und der Transport eine Unmenge an Energie und anderen Ressourcen (z.B. PET für die Flaschenherstellung oder Benzin für den Transport). Dabei gibt es – gerade in so entwickelten Länder wie Deutschland – unbedenkliches Trinkwasser aus dem Wasserhahn. Warum wird also Wasser aus der Flasche gekauft, wenn man auch zu einem viel günstigeren Preis und zu umweltschonenderen Bedingungen Leitungswasser trinken kann?

Verbraucherfreundlichkeit, Geschmack und Angst vor Keimen und anderen Verschmutzungen sind die am häufigsten genannten Kriterien für den Konsum aus der Flasche. Wenn man viel unterwegs ist und dazu noch eine Außentemperatur von 35 Grad herrscht, ist es eben doch angenehmer sich einer gekühlten PET-Flasche aus dem nächsten Supermarkt zu bedienen, statt einer im Auto gelagerten und aufgewärmten Flasche, die man sich daheim mit Leitungswasser aufgefüllt hat.

Ob nun direkt aus dem Wasserhahn oder aus der Flasche – Wasser ist und bleibt ein überlebenswichtiger Rohstoff für den Menschen. Durch eine fortgeschrittene Distributionslogistik ist es fast überall auf der Welt möglich Wasserflaschen zu kaufen – das ist vor allem in den Ländern wichtig, in denen das Leitungswasser nicht zum Trinken geeignet ist.

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