Ende der Branchenmissionsepoche, jeder kämpft für sich allein

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Noch immer gibt es Kunden, denen man erst erklären muss, was Interim eigentlich bedeutet. Wo kommen denn die vielen Interim Manager her? Oder wo gehen sie hin, und was tun sie dort den ganzen Tag? Wozu braucht man so etwas überhaupt? Solche Fragen halt.

Entsprechend sehen unsere Websites und unsere Verkaufsgespräche noch oft genug aus. Wir predigen die Frohe Botschaft der Erlösung durch Interim Management und leisten unbezahlte Missionsarbeit für alle Orden und Konfessionen des Interim-Glaubens. Der Kunde mag es uns danken. Vom weniger fleißigen Wettbewerber ernten wir bestenfalls ein geflüstertes Vergelt’s Gott. Denn unsere emsige Aufklärungsarbeit kommt allen Anbietern zugute, auch den untätigen.

Zum Glück gibt es immer weniger Interim-Heiden und kaum noch Kunden mit Anfängerfragen wie den oben zitierten. Der einmal bekehrte Kunde wünscht keine Episteln über Interim, ganz allgemein, sondern konkrete Lehren über dieses Produkt oder jenen Anbieter im Besonderen. Was unterscheidet ZMM vom Wettbewerb? Warum soll ich Euch anrufen und nicht den, der gestern hier war? Wo liegen Eure Stärken und Schwächen nach Branchen, Ebenen, Funktionen oder Regionen?

Bitte glauben Sie uns: Dieser Themenwechsel macht uns Freude. Bisher hielten christliche Demut und höfliche Erziehung uns davon ab, unser eigenes Licht auf den Scheffel zu stellen. Lieber verbreiteten wir uns über Glaubensfragen und Trends der Branche. Jetzt ist Umschalten angesagt: Von kostenloser Heidenmission zu knallharter Vorteilsargumentation. Wählt ZMM, denn wir sind preiswerter und schneller, breiter und professioneller. Betet bloß keine falsche Götzen an, bei denen drohen Euch Hölle und Verderbnis! Unsere Interim-Apostel wirken die besten Wunder. In Ewigkeit, Amen.

PS: Beim diesjährigen AIMP-Jahresforum in Burg Schwarzenstein am Rhein kamen rund 150 Branchenvertreter zusammen, um solche und ähnliche Branchenfragen in heiterster Stimmung und freundlichster Umgebung zu erörtern. Schwerpunktthemen waren Trends bei den europäischen Nachbarländern, die zunehmende Wettbewerbsintensität im deutschen Interim-Markt und die resultierende Notwendigkeit zur Stärkung des Eigenvertriebs. Unsere Glosse ist gewiss nicht blasphemisch gemeint, sondern nur vom Genius Loci inspiriert.

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