Die Zukunft des Personalmanagements

Vorletzte Woche zu Besuch auf dem DGFP-Kongress in Wiesbaden: Was bewegt unsere Gesprächspartner, die Personalverantwortlichen, derzeit?

Die DGFP-Foren zu „Leistungsmanagement zwischen Engagement und Burnout“ deckten zwei Trendthemen ab: Frauen in Führungspositionen sowie reduzierte Leistungsfähigkeit aufgrund emotionaler Erschöpfung. Zu Frauen in Führungspositionen an dieser Stelle nur soviel: Auch im Rahmen dieses Kongresses wurden als Nummer-1-Killer familiäre Verpflichtungen genannt – womit ich direkt auf den Blog meiner Kollegin Kerstin Beyreis zum Thema Frauenquote verweise…

Foto: lenipopeni/Quelle: PHOTOCASE

Aus vielen Gesprächen mit unseren Poolexperten weiß ich, dass zahlreiche Angestellte kurz vor dem Burnout stehen – und keineswegs nur in Unternehmen, die sich den Interimer als Feuerwehrmann geholt haben! Gerade im Mittelstand sind Personaldecken meist dünn und Zuständigkeitsbereiche zu umfangreich. Interim Professionals kommen zwar für genau definierte Aufgaben ins Unternehmen, zum Beispiel als Vakanzüberbrückung im Einkauf oder als IT-Projektleiter. Was sie aber immer mitbringen ist der neutrale Blick von außen. So mancher vermeintliche Low Performer wurde allein durch die Einführung von Best Practice-Elementen durch einen Externen wieder zurück ins Leistungsboot geholt und hat die Klippe Burnout elegant umschifft.

Auch in Wiesbaden waren natürlich Web 2.0 und Social Media in aller Munde. In der HR-Welt ist das multimediale Zeitalter längst angebrochen. In Wirklichkeit beschäftigen sich Unternehmen aber weniger mit Personalmanagement 2.0, sondern mit vielen alten Baustellen. Vielerorts wird weiterhin hart um die Einführung regelmäßiger Mitarbeitergespräche gekämpft oder mühsam auseinanderklamüsert, nach welchen Prinzipien Managementebenen bisher überhaupt besetzt wurden.

Wie sieht nun also zeitgemäßes Personalmanagement aus? Aktuelle HR-Projekte bei ZMM zeigen, dass den Kunden in der Praxis soviel Neues gar nicht unter den Nägeln brennt, sondern die gute Verwaltung des Bestehenden Mühe macht. Erfreulicherweise wird die Problematik des eigenen Tunnelblicks häufiger erkannt. So nimmt ein ZMM-Professional als HR Business Partner aus der Vogelperspektive Einfluss auf Abläufe und Strukturen eines namhaften Pharmakonzerns, indem er „state of the art“-Prozesse einführt; aber auch die Umsetzung eines globalen Reorganisationsprojekts ist bei ihm angesiedelt. Und bei einem Kosmetikhersteller wird die Überbrückung einer HR-Vakanz gleich zur Optimierung der bestehenden Organisation genutzt – zumindest im Personalbereich.

PS: Auch das Thema Fort- und  Weiterbildung darf nicht zu kurz kommen. Wie zitierte Prof. Dr. Wolfgang Jäger so treffend? „Erfahrung ist unterlassene Weiterbildung!“ Der unterlassenen Hilfeleistung zur Weiterbildung wollen wir uns nicht schuldig machen und verweisen lieber auf die WIMs®, unsere Workshops Interim Management, die am 14./15.07. erneut in München stattfinden.

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