Danke – kleines Wort, große Freude

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Ist Ihnen auch aufgefallen, dass das „Danke-Sagen“ aus der Mode gekommen ist? Gerade Alltägliches – wenn uns ein Passant die Tür aufhält, ein Kollege einen Kaffee bringt oder der Partner den Müll entsorgt – wird oft als selbstverständlich angesehen. Fällt die Tür jedoch vor uns zu, setzt sich der Kollege mit einem frischen Kaffee an den Nebentisch oder quillt der Müll am Ende der Woche über lässt man sich schnell zu einem Fluch oder einem Schimpfwort hinreißen. 

Wer mit Menschen zu tun hat, muss offen und kommunikativ sein. Dabei sind Konflikte, Kontroversen und Diskussionen nicht ausgeschlossen – und das ist auch gut so. In der ZMM-Expertenbetreuung wird Kommunikation groß geschrieben – man spricht über Profile und deren Aussagekraft, über Qualifikationen und die daraus resultierenden Vermittlungschancen, über Tagessätze und deren Durchsetzbarkeit. Man führt persönliche Gespräche, telefoniert viel und schreibt haufenweise eMails.

Als Leiterin der ZMM-Expertenbetreuung diskutiere ich häufig über die sogenannte RegFee – eine Gebühr, die ZMM seit 2006 für die Aufnahme in den Expertenpool erhebt. Wir kommunizieren diese Registry Fee offen, man findet sie auf unserer Website (www.zmm.de/manager/expertenportal/faq-experten/), wir haben aus ihr nie ein Geheimnis gemacht, nein, wir haben sie sogar aktiv beworben.

Pro Jahr erreichen uns über 300 Bewerbungen. All diese Bewerbungen werden von uns gleich behandelt: Wir analysieren den Lebenslauf, wägen die Vermittlungschan­cen ab und entscheiden am Ende darüber, ob eine Aufnahme in unseren Pool für den Einzelnen Sinn macht. Dabei sind wir ehrlich und transparent – Unzufriedenheit, Fehlregistrierungen und Karteileichen wollen wir so vermeiden.

Allerdings löst der Hinweis auf unsere RegFee die unterschiedlichsten Reaktionen aus. Wir sind mitunter erstaunt, mit welchen Antworten wir tagtäglich zu tun haben. Einige haben noch nie davon gehört (von so einer Gebühr höre ich heute das erste Mal), andere halten sie mindestens für unseriös (Das halte ich für erstaunlich, bedenklich und unseriös). Einige sehen eine Bewerbung nicht als Anbahnung einer Geschäftsbeziehung an (mir ist nicht bekannt dass ich durch meine Bewerbung mit Ihrem Haus in irgendeiner Weise eine Geschäftsbeziehung eingegangen bin), wieder andere nötigen uns, ihre Antwort zuerst bei Google nachzuschlagen (GFY). Nicht selten kommt es vor, dass eine Geschäftsbeziehung schon vor Vertragsabschluss wieder gekündigt wird (hiermit kündige ich heute die Zusammenarbeit monetär unschädlich und fristlos).

Manchmal braucht man in meinem Job ein dickes Fell, manchmal muss man schmunzeln, selten lässt man sich zu einer spitzen Bemerkung hinreißen. Und manchmal freut man sich auch – nämlich immer dann, wenn man ein kleines Wörtchen liest: „Danke. Vielen Dank für Ihr Engagement.“

PS: Wir sind jederzeit offen für Anregungen und Verbesserungsvorschläge, die unsere Arbeit betreffen. Und für konstruktive Kritik sagen auch wir gerne „Danke“.

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2 Antworten auf Danke – kleines Wort, große Freude

  1. Danke!
    Danke verehrte Frau Beyreis und auch Ihnen, Herr Becker!

    Auch wenn ich in einer ganz anderen Branche tätig bin (Maßschneiderei) – gute Manieren, überlegte Kommentare, ein Danke-schön erfreuen mich genauso wie Sie.
    Leider begegnen mir dann auch immer wieder Menschen, die erst plappern bevor der Kopf seine Arbeit begonnen hat. Wird bei Ihnen beiden gar nicht damit gerechnet, dass Sie für Ihre Arbeit ein Salär haben wollen, sind bei uns Menschen oft der Meinung ein Hosenanzug nähe sich doch in fünf Stunden. – soll aber dann bitte dennoch Haute Couture Qualität haben. Mein Lieblingssatz ist dann immer: „Wissen Sie, dass ist wie mit VW und Ferrari – und Sie stehen gerade in der Ferrari-Werkstatt.“ – das wird verstanden.

    Vielleicht werde ich in meinem nächsten Leben Autoverkäuferin :-)

  2. Neben ZMM gehört auch MANATNET zu den „unseriösen“ Interim-Providern, die eine Registrierungs-Gebühr verlangen. Auch wir haben die Registrierungsgebühr erst in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts eingeführt. Auch wir hören uns zum Teil Beschimpfungen der übelsten Sorte an – von Menschen, die erwarten, dass wir sie in gut dotierten, am besten: höchstdotierten, Positionen unterbringen.

    Sie erwarten des Weiteren, dass sie unsere vierteljährlichen Analysen aller Tagessätze bei MANATNET erhalten, sie erwarten, von den Programmen „Finder´s Reward“ und „Cost-Guard“ zu profitieren und sie erwarten, dass ich persönlich die abschließende Qualitätssicherung für sie mache und Vorschläge für Verbessserungen ´rüberreiche – bei der persönlichen Headline (USP) angefangen.

    Ein klassischer Interessenkonflikt zwischen solchen Menschen und mir (ich wähle bewusst dieses „ich“), den ich in solchen Fällen stets, ausnahmslos und immer mit dem gleichen Satz beantworte:

    „Ich respektiere, dass Sie kein Entgelt für Ihre Registrierung bei MANATNET, Europas erstem Internet-Marktplatz für Interim Management, zahlen möchten. Bitte respektieren Sie im Gegenzug, dass ich ohne dieses Entgelt nicht für Sie arbeiten werde.“