Aufruf zur Beschleunigung

Wenn Sie wie ich bei der Frauenfußball-WM mitgefiebert haben, haben Sie diese Situation sicherlich auch beobachtet: 11 hoch motivierte Spieler einer Mannschaft kämpfen auf dem Spielfeld, geformt und gefestigt durch eine lange Phase der intensiven sportlichen und gleichfalls mentalen Vorbereitung. Immer wieder finden die Spieler während des Spiels in ihre perfekte Aufstellung zurück. Der Gegner fühlt sich durch die letzten genialen Spielzüge gehörig unter Druck gesetzt – alle Zeichen stehen auf Sieg. Die Spieler formieren sich für einen gezielten Torschuss: nun muss sich all die Vorbereitung durch einen Treffer auszahlen! Teamarbeit ist gefragt: Stück für Stück arbeitet sich der Ball von Spieler zu Spieler Richtung Tor vor, noch ein letzter Pass, der Stürmer ist startbereit für den letzten Zug, sein Fuß ist schon gezückt.

Doch der Ball erreicht ihn nicht. Durch ein Hinauszögern im Abschuss konnte der Gegner parieren und sein Bein dazwischen halten. Jäh ist der schon gewonnen geglaubte Schachzug verloren. Jäh auch bricht der schon einsetzende Beifall wieder ab.

So knapp vor dem Ziel zu scheitern ist ärgerlich. Um so ärgerlicher, wenn die Ursache dafür Unsicherheit, Zögern oder zu spätes Handeln und Entscheiden ist.

Im Interim-Geschäft sehen wir deutliche Parallelen. Durch die Anstrengungen des Vertriebs konnte das Vertrauen und damit eine Anfrage des Kunden gewonnen werden. In kürzester Zeit gilt es einen idealen Kandidaten zu identifizieren und für die Aufgabe zu gewinnen. Sind die Hürden „Erfüllung der Anforderung“, „Verfügbarkeit“ und „Übereinstimmung Kundenbudget mit der Tagessatzvorstellung des Kandidaten“ gemeistert, gilt es in einem persönlichen Kennenlernen die beiden Parteien zumeist auch auf einer persönlichen Ebene füreinander zu begeistern.

Foto: Andrew Howe/Quelle: iStockphoto

Nach diesem Projektschritt mehrt sich die Vorfreude beim Provider auf einen anstehenden Treffer im Geschäft. Aber geklatscht wird an dieser Stelle noch nicht auch wenn Interim Manager und Vermittler sich des Deals sehr sicher sind. Die Erfahrung lehrte uns, dass das Thema „Verzögerung“ allen Parteien letztendlich doch noch in letzter Sekunde einen Strich durch die Rechnung machen kann. Sei es, dass eine Unterschrift eines Vorgesetzten nicht rasch genug eingeholt werden kann, dass das Budget noch immer nicht endgültig freigegeben wurde oder auf Kundenseite doch noch einmal gründlich in einer zweiten Geschäftsführungsrunde überlegt werden muss, ob das Werkzeug „Interim Management“ derzeit das Richtige ist. „Gut Ding braucht Weile“ sagt der Volksmund, aber auch „der frühe Vogel fängt den Wurm“.

Der Interim-Markt ist seit 2010 wieder kräftig in Schwung geraten. Eher die Regel denn die Ausnahme ist, dass Interim Manager in Phasen der Nicht-Projektierung in mehrere Projektanfragen involviert sind. Lassen Sie sich Ihre „Beute“ nicht kurz vor der Mandatierung von einem anderen Kunden wegschnappen sondern greifen Sie zu. Wir nehmen unsere Arbeit sportlich und fungieren gern als Stürmer des Kunden. Nur den Ball müssen Sie uns in-time zuspielen – dann sitzt der Treffer!

Kategorien: Allgemein, Interim Management, ZMM | Tags: , , , , , , , , , , . | Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *